Reisebericht 2016

 

English Version: HERE!

 

Unsere Reise nach Hamai in Tansania

(27.09. - 19.10.2016)

 

Ein Teil dieser Reise diente der Fortentwicklung einer Partnerschaft zwischen der BBS-Technik und Gestaltung in Lingen mit der entstehenden Berufsschule in Hamai.

Sie ist gefördert worden durch das Niedersächsische Kultusministerium. Vier Auszubildende und zwei Lehrer sowie Walter Schulz von unserem Partnerschaftsausschuss waren mit auf der Reise.

Diese Teilnehmer werden gesondert berichten.

Der andere Teil der Reise betraf unseren Partnerschaftsausschuss mit Walter und Jacoba Schulz sowie Diedrich Kohnert. Zunächst hatten wir Unterstützung durch Pastor Lee Cosmos Ndeiy, danach ab Hamai durch seinen Sohn Christopher (beide als landeskundliche Dolmetscher).

Wir reisten mit Shuttle-Bus in aller Herrgottsfrühe von Lingen zum Flughafen Düsseldorf, von dort flogen wir mit einem Cityhopper nach Amsterdam und von dort mit KLM nach Kilimanjaro International Airport in Tansania.

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen unserer Kirchengemeinde und der Sub-Parish Hamai galt es, die Merkmale der Partnerschaft deutlich zu machen.

So teilten wir den Glauben. Wir kamen aus dem kühlen Deutschland mit einem verhaltenen Glaubensleben und erfuhren das enthusiastische und so lebhafte Leben in Tansania. Wir wurden reich beschenkt. Allein der Gesang war wieder einmal ein Erlebnis. Wir haben zwar auch unseren Beitrag geleistet. „Mungo ni pendo“ (Gott ist die Liebe) steht auch als Melodie in unseren Gesangbüchern, aber die Tansanier singen doch wesentlich flotter und bewegen sich dabei. Wenn „Großer Gott wir loben dich“ angestimmt wird, horchen die Tansanier auf. Auch dieser Choral ist ihnen bekannt.

Leben teilen: eine große Aufgabe. Es galt wahrzunehmen, dass man auch auf einem für unsere Begriffe niedrigem Niveau gut leben kann. Einfache Zimmer ohne Schnickschnack, Ernte und Verzehr von Gemüse oft am gleichen Tag; Huhn oder Ziege, am Morgen geschlachtet, kam am Mittag und am Abend schon auf den Tisch. Die Zubereitung oft für uns ungewohnt, aber überraschend schmackhaft.

Gaben teilen: Man denkt wohl an materielle Dinge. Da sind wir als Bringer aus Deutschland bekannt und wohl auch begehrt. Aber die Tansanier gaben uns viel an Herzenswärme. Und das offen und ehrlich.

Auch der Bau der Berufsschule wurde von uns begleitet. Wer hätte gedacht, welch Ausmaße der Bau angenommen hat: 42 m lang, 14 m breit, 8 m hoch. Die Mauern stehen schon, es fehlt das Dach. In nächster Zeit wird es in Angriff genommen.

Wir haben etliches an Überzeugungsarbeit leisten müssen. Inzwischen ist der Bau ja nicht zu übersehen und gewinnt deshalb Zustimmung bei vielen.

Die Dorfbevölkerung wird profitieren. Es handelt sich ja um die einzige Berufsschule weit und breit. Unentgeltlich wird mitgeholfen werden z. B. beim Heckesetzen.

Die Distriktregierung in Chemba wird sich nachdrücklich einsetzen für die Versorgung mit Elektrizität und Wasser.

Die Diözese Dodoma wird ihre Verantwortung für den inneren und äußeren Betrieb der Schule übernehmen.

Die Organisation Compassion hat ihre Mitarbeit zugesagt und hat schon Auszubildende im Blick.

Und für die Ausrüstung mit Maschinen und Werkzeugen will die BBS Lingen helfen.

So ist ins Auge gefasst worden, etwa Mitte 2018 mit der Einweihung rechnen zu können.

 

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